Pflegeversicherung

Seit 1995 zahlt jeder sozialversicherungspflichtige Bürger in die gesetzliche Pflegeversicherung ein und wähnt sich seither in Sicherheit, später einmal rundum versorgt zu werden. Dabei bleibt gerade bei einer späteren Heimunterbringung oft eine finanzielle Deckungslücke offen, die je nach Pflegestufe einen bis zu vierstelligen Betrag pro Monat ausmachen kann.

Selbst wer im Alter auf Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst zurück greifen will, zahlt nicht wesentlich weniger.

Aus diesem Grund ist eine private zusätzliche Pflegeversicherung absolut empfehlenswert. Vor allem dann, wenn Sie Kinder haben: Denn sofern Sie sich nicht von Ihrem Nachwuchs pflegen lassen wollen, müssten die Kinder später für die Kosten Ihrer Pflegebedürftigkeit aufkommen – falls es finanziell zumutbar ist. Kinder haften für ihre Eltern!

Ihre Möglichkeiten:

  • Pflegetagegeld
  • Pflegekostenversicherung
  • Pflegerente
  • Pflege-Bahr

Wird Pflege zum Normalfall?

Schon heute sind 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig – Tendenz steigend.

Die Gesellschaft wird immer älter. Doch mit einer immer höheren Lebenserwartung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden. Aktuell sind bereits über 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig – mit stark steigender Tendenz. Im Jahr 2060 werden es rund 4,7 Millionen sein – bei einer Bevölkerungszahl von nur noch etwa 70 Millionen.

Sind die Ursachen einer Pflegebedürftigkeit beeinflussbar?

Für 88% aller Pflegefälle sind fünf Krankheitsgründe verantwortlich. Sie wird am häufigsten durch Krankheiten und chronische Leiden verursacht – unabhängig von Alter und Geschlecht. Demenz mit 36,8% gefolgt von Krebs mit 21,1%, Schlaganfall 18,5% und Parkinson 9,6% sowie Multiple Sklerose mit 1,6% sind die 5 häufigsten Ursachen.

Wie wird die Pflegebedürftigkeit definiert?

Die Pflegebedürftigkeit wird in fünf Pflegegrade unterteilt. Fünf Pflegegrade ersetzen die drei Pflegestufen (und die Pflegestufe 0). In allen Pflegegraden werden künftig körperliche, geistige und psychische Einschränkungen gleichermaßen berücksichtigt. Somit erhalten alle Pflegebedürftigen einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung

Wie wird der individuelle Pflegebedarf festgelegt?

Bei der Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Lebensbereichen gemessen.

Die sechs Lebensbereiche werden als Module erfasst und haben eine unterschiedliche Gewichtung. Mit einem neuen Prüfverfahren („Neues Begutachtungsassessment“, NBA) werden Gutachter ab 2017 alle Antragssteller anhand eines Fragenkataloges in sechs Modulen auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit hin überprüfen. Wie selbstständig ein Antragssteller noch ist, ermitteln die Prüfer nach einem Punktesystem. Dabei gilt: Je mehr Punkte der Begutachtete erhält, desto weniger selbstständig ist er und umso höher wird der Pflegegrad.

Die Gewichtung der sechs Lebensbereiche:

10% Modul 1: Mobilität

15% Modul 2: kognitive und kommunikative Fähigkeiten

15% Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Einschränkungen

40% Modul 4: Selbstversorgung (Körperpflege, Ernährung usw.)

20% Modul 5: Bewältigung von krankheits- oder theapiebedingten Anforderungen

15% Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Weitere Informationen finden Sie in den beigefügten Informationsbroschüren!

Persönlicher Pflegecheck

Broschüre „Pflege braucht Vorsorge“

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