Tag der Luftfahrt 2026 – Themenbereich Drohnen
Heute ist Tag der Luftfahrt – für uns ein passender Anlass, den Fokus auf ein Thema zu legen, das längst im Alltag angekommen ist: Drohnen.
Die kleinen Fluggeräte sind vielseitig im Einsatz. Dachdecker nutzen sie beispielsweise zur Begutachtung von Dächern, Immobilienmakler für Luftaufnahmen, Photovoltaik-Montagebetriebe zur Planung und Dokumentation und Landwirte zur Kontrolle ihrer Flächen oder einfach als privates Hobby.
Doch egal, ob Drohnen gewerblich oder privat abheben: Die richtige Absicherung spielt eine wichtige Rolle. Insbesondere die Drohnenhaftpflicht ist hier Thema.
In Deutschland gilt eine gesetzliche Haftpflicht-Versicherungspflicht für alle Drohnen (unbemannte Flugfahrzeuge). Diese gilt ab dem ersten Flug – unabhängig von Gewicht, Größe oder ob die Nutzung privat oder gewerblich erfolgt.
Auf Youtube, Instagram und Co. sieht man sie immer häufiger: Beeindruckende Luftaufnahmen, die mit Hilfe von Drohnen aufgenommen wurden. Die beliebten Flugmodelle bekommt man schon für weniger als 100 EUR – kein Wunder also, dass Drohnen und Medicopter immer beliebter werden. Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Drohnenpiloten haben sich in den letzten Jahren immer wieder verändert.
Was gibt es im Umgang mit Drohnen alles zu beachten, damit diese auch in Zukunft sicher abheben können?
Die neue Drohnenverordnung
Mehr als 500.000 Drohnen fliegen in Deutschland. Tendenz steigend. Je mehr Drohnen aber im Himmel über Deutschland unterwegs sind, desto größer wird das Unfallrisiko. Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur hat aus diesem Grund im März 2017 eine Drohnenverordnung erlassen, die seit dem 1. Oktober 2017 Gültigkeit hat. Diese Drohnenverordnung wurde zum 31.12.2020 angepasst. Das bedeutet, Drohnenfans sollten sich über die darin enthaltenen Änderungen informieren.
Das hat sich geändert: das Wichtigste im Überblick
Wer Drohnen steuert, deren Startmasse bei 250 Gramm oder mehr liegt, muss ab sofort einen Kompetenznachweis vorlegen. Zuvor lag die Grenze bei zwei Kilogramm schweren Flugmodellen.
- Für einfache Betriebsarten kann dieser Kompetenznachweis über einen Onlinetest beim Luftfahrt-Bundesamt erworben werden.
- Bestehende Kenntnisnachweise haben am 31.12.2021 ihre Gültigkeit verloren.
Drohnenpiloten müssen ihre Flugmodelle offiziell registrieren lassen. Die Registrierungsnummer muss auf der Drohne sichtbar angebracht werden.
- Ab 250 Gramm oder unter 250 Gramm, wenn die Drohne mit einer Kamera oder mit einem anderen Sensor, der personenbezogene Daten erfassen kann, ausgestattet ist.
- Nur Drohnen, die laut EU-Richtlinie explizit als Spielzeug deklariert sind, sind von dieser Regel ausgenommen.
Für Drohnen mit weniger als 25 Kilogramm Startmasse, die in unmittelbarem Sichtkontakt zum Fernpiloten während des gesamten Fluges betrieben werden, wurde die maximale Flughöhe von 100 auf 120 Meter angehoben.
Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Website des Luftfahrt-Bundesamtes.
Gewerbliche Drohnennutzung: Warum die richtige Absicherung wichtig ist
Drohnen sind in vielen Gewerbebetrieben längst im Einsatz. Doch mit den Möglichkeiten entstehen auch Risiken.
Drohnen sind längst mehr als ein Freizeitgerät für beeindruckende Luftaufnahmen. Auch im gewerblichen Bereich haben sich die kleinen Fluggeräte zu vielseitigen Arbeitsmitteln entwickelt. Ob auf dem Dach, über landwirtschaftlichen Flächen oder bei der Präsentation einer Immobilie – Drohnen können Arbeitsabläufe erleichtern, Zeit sparen und neue Perspektiven eröffnen.
Mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten entstehen jedoch auch Risiken. Wer eine Drohne gewerblich nutzt, sollte sich deshalb frühzeitig mit dem passenden Versicherungsschutz beschäftigen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die gewerbliche Drohnenhaftpflicht.
Wo Drohnen fliegen, können Schäden entstehen
So praktisch die Technik ist: Beim Betrieb einer Drohne lässt sich ein Schaden nicht vollständig ausschließen. Ein technischer Defekt, eine unerwartete Windböe oder ein Bedienfehler können dazu führen, dass eine Drohne vom vorgesehenen Kurs abkommt oder abstürzt.
Dabei können beispielsweise fremde Sachen beschädigt oder im schlimmsten Fall Personen verletzt werden. Gerade im gewerblichen Einsatz können daraus erhebliche Schadenersatzforderungen entstehen.
Deshalb sollte die Absicherung nicht erst dann zum Thema werden, wenn bereits etwas passiert ist.
Gewerbliche Drohnenhaftpflicht: Schutz für den professionellen Einsatz
Wer eine Drohne im Rahmen seiner beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit einsetzt, benötigt einen Versicherungsschutz, der zu dieser Nutzung passt. Eine gewerbliche Drohnenhaftpflichtversicherung schützt im Rahmen der vereinbarten Bedingungen vor den finanziellen Folgen von Haftpflichtansprüchen, die durch den Einsatz der versicherten Drohne entstehen können.
Dabei ist wichtig, den konkreten Einsatz der Drohne zu berücksichtigen. Denn ein Immobilienmakler, der gelegentlich Luftaufnahmen eines Objekts erstellt, nutzt seine Drohne anders als ein Handwerksbetrieb, der sie regelmäßig zur Begutachtung von Gebäuden einsetzt.
Für die Beratung lohnt sich deshalb ein genauer Blick: Wer fliegt die Drohne? Wofür wird sie eingesetzt? Wie häufig kommt sie zum Einsatz? Und passt der bestehende Versicherungsschutz tatsächlich zur gewerblichen Nutzung?
Die richtige Absicherung gehört zur Einsatzplanung
Drohnen eröffnen Unternehmen und Selbstständigen zahlreiche Möglichkeiten. Mit der zunehmenden gewerblichen Nutzung wächst aber auch die Bedeutung einer passenden Absicherung.
Ob Dachdecker, Immobilienmakler, Photovoltaik-Montagebetrieb oder Landwirt: Wer Drohnen professionell einsetzt, sollte nicht nur Technik und Einsatzgebiet im Blick haben, sondern auch die damit verbundenen Haftungsrisiken.
Moderne Technik für den Tierschutz
Gerade in den frühen Morgenstunden können Wärmebilddrohnen Rehkitze aus der Luft lokalisieren. Für Landwirte, Jagdpächter und ehrenamtliche Helfer ist die Technik damit zu einem wichtigen Instrument bei der Rehkitzrettung geworden.
Eine passende gewerbliche Drohnenhaftpflicht gehört deshalb genauso zu einem gut geplanten Drohneneinsatz wie die richtige Technik und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Fluggerät.
Drohnenkasko
Die Drohnenkasko schützt vor finanziellen Risiken durch Beschädigung oder Verlust der Drohne.
Quellen – NV-Versicherung / VHV

